Kreuzberger Chronik
November 2020 - Ausgabe 224

Briefwechsel

Der Spiegel nur auf Platz Zwei!


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von Heinz Wagner

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Heinz Wagner zur Juliausgabe


Sehr geehrte Redaktion

Seit gut 50 Jahren lese ich regelmäßig den „Spiegel“, die „Kreuzberger Chronik“ erst seit 20 Jahren. Zufällig habe ich am 04.07. von beiden Publikationen die neuen Ausgaben mit nach Hause gebracht. – Wie es seit Jahrzehnten meine Angewohnheit ist, habe ich beide erst einmal flüchtig durchgeblättert und mir dazu eine Tasse Kaffee gegönnt.

Dann habe ich den Spiegel zur Seite gelegt und zuerst Euer Heft von vorn bis hinten durchgelesen! Keine Frage, da hat der Spiegel »nur« den zweiten Platz belegt!

Zugegeben, nicht alle Artikel haben mich gleichermaßen gepackt, aber gut drei Viertel des Heftes haben mich total begeistert! – Eine große Freude ist für mich der Beitrag über die »Lenau«; die Begeisterung von Edith Siepmann ist ja in jeder Zeile deutlich zu erkennen! Genial, dass sie dem letzten, etwas traurigen Absatz mit ihrem Schlußsatz doch noch einen positiven Schlenker gegeben hat!

Auch wenn mein Brief ein wenig zu spät kommt: Glückwunsch zu dieser Ausgabe! Das Bier von dem »mürrischen Mittsechziger« habt ihr euch redlich verdient! PROST!

Heinz Wagner

Sehr geehrter Herr Wagner

auch unsere Antwort auf Ihren netten Brief kommt etwas verspätet. Aber wie Sie uns da so wohlwollend den Spiegel vorhalten, das geht uns seit Wochen runter wie Öl. Wir machen ja nun seit 22 Jahren Kreuzberger Enthüllungsjournalismus, der das große Ganze im Kleinen, das Globale im (und in den) Lokalen widerspiegelt – manchmal Juhuu und öfters Autsch!

Im Falle der Lenauschule sei anzumerken, dass diese nun von allen Guten Geistern, Kindern und Spatzen verlassen darnieder liegt. Und obwohl im Juli der Abriss beginnen sollte, rührt sich bis jetzt nichts und alles ist verschoben, während die Kinder aufgeteilt auf zwei Kiezschulen sogar in Zeiten wie diesen noch enger zusammen rücken müssen. Wer weiß, welche Bau-Bildungs-Skandal-Story da in ein paar Jahren noch auf uns zu kommt!

Viele Grüße, auch im Namen des übellaunigen Chefs, und Salute!

Die Praktikantin

Wie immer verlosen wir unter den humorvollsten, boshaftesten und dümmsten Leserbriefen je zwei Freikarten fürs Mehringhof Theater


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